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Aus aktuellem Anlass nimmt der GfG-Bundesvorstand Stellung zu den derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen

Seit März 2020 hat sich unser aller Leben und unser Alltag auf eine bisher unvorstellbare Art und Weise verändert. Als Mütter und Familien stehen wir Herausforderungen gegenüber, die alles Bisherige in den Schatten stellen. Familie und Beruf zu vereinbaren war schon unter regulären Bedingungen eine Gratwanderung. Ohne feste Betreuungszeiten und ohne eine zuverlässige Perspektive ist der Spagat zwischen Familien- und Erwerbsarbeit, der hauptsächlich von Müttern geleistet wird, unmöglich gemacht worden.

Home-office und home-schooling sind zu allgegenwärtigen Begriffen geworden. Die damit verbundene Belastung für Mütter wird allerdings kaum politisch thematisiert. Hinzu kommen nach mittlerweile 12 Monaten finanzielle Einbußen und damit eine zunehmende Existenzbedrohung, die wiederum Frauen, Kinder und Familien besonders hart trifft.

Wir sehen einen wachsenden Bedarf, die Belastungen für Familien und die Konsequenzen für Mütter und Kinder öffentlich zu thematisieren und über langfristige und nachhaltige Verbesserungen zu diskutieren. Die Belastungen für Alleinerziehende sind kaum in Worte zu fassen und hier sollten dringend bundeseinheitliche Maßnahmen zur Entlastung getroffen werden. Nicht jede berufstätige Mutter profitiert von einer Erweiterung des Kinderkrankengeldes. Vielmehr wäre u.a. an ein „Corona-Elterngeld“ zu denken.
Ganz grundsätzlich muss es um die Anerkennung und Wertschätzung von Care-Arbeit gehen, die unsere Gesellschaft und insbesondere Kinder sowie alte und kranke Menschen dringend brauchen - und die zum größten Teil von Frauen geleistet wird. Es gäbe eine Vielzahl an Möglichkeiten, um aktuell ein familienpolitisches Zeichen zu setzen.

Aus heutiger Sicht lässt sich ein wirkliches Ende der Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen nicht absehen und wir alle müssen Wege finden, mit den aktuellen Gegebenheiten zu leben und zu arbeiten. Es steht außer Frage, dass die Grundsätze der GfG nicht mit den Veränderungen durch die Digitalisierung übereinstimmen.

Im Rahmen der geltenden Einschränkungen wird von Seiten der GfG alles getan, um die Durchführung der Weiterbildungen weiterhin zu gewährleisten und gleichzeitig unsere Werte nicht aus den Augen zu verlieren.

Die GfG steht mit ihren Grundsätzen für Solidarität, Unterstützung und Stärkung von Frauen, Kindern und Familien. Zu diesen Werten stehen wir auch in diesen besonderen Zeiten.

Von Herzen wünschen wir allen Gesundheit, Energie, Kraft und Zuversicht.

Alexandra Winkel

GfG-Bundesvorstand

 

Weiteres zum Thema:

⇒   Statement des GfG-Bundesvorstandes zu Geburtsbegleitung unter den aktuellen Bedingungen

⇒   Corona-Verordnungen der Bundesländer